Monat: Juni 2017

Kraftvolles Land…

Hier wächst und sprießt es, dass man kaum mit dem Mähen nachkommt! Gemöht wird auch nur, wo es sein muss. Die Idylle bleibt weitgehend geschont und nur, wo sich Gestrüpp zu verbreiten droht, wir gemäht. Und dann gibt es noch Wege, um das Grundstück begehen zu können und die verschiedenen Bereiche erleben und genießen zu können.

 

Jetzt, im Sommer, ist man auch froh über schattige Plätzchen! Aber am meisten Freude bereitet das Naschen an den frühsommerlichen Früchten und die Ernte von Kräutern und Gemüse aus dem eigenen Garten. Heuer gibt es recht viele Garten- und Walderdbeeren. Noch feiner als das Aroma ist der Duft an einem sonnigen, warmen Tag.

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Tage der offenen Tür 2017

Wie alljährlich fanden auch heuer wieder Tage der offenen Tür statt, in denen BesucherInnen sowohl im Natur- und Kunstgarten als auch zum Gedankenaustausch  und zur gemeinsamen Pflege von Kulturleben willkommen waren.

Erfreulicherweise erschienen vier Kunstschaffende, die bereits in Vorjahren aktiv dieTage der offenen Tür im Haus Simetzberger mitgestaltet hatten: Helga und Günther Schalk, Emmerich Csanits und Elfriede Jandira Lenz.

Zunächst wurde gemeinsam das Areal erkundigt und beobachtet, was blüht, fliegt und flattert.

Das Teichleben wurde ausgiebig beobachtet. Im Streuobst- und Weingarten wurden Informationen über Obstverwertung und Weinpflege ausgetauscht. Gegenstand der Gespräche waren auch allerlei Pflanzen, teilweise mit Verkostung, beispielsweise der Salbei, die Würzpflanze Grün im Schnee, Rucola, Waldmeister, Wilde Karde und das rätselhafte Kompasskraut.

Das Wetter spielte diesmal mit. Bis auf ein abendliches Donnergrollen blieb das Pfingstwetter sanft. Daher spielte sich die Veranstaltung zu einem erheblichen Teil im Freien ab.

Im Hof blieb absichtlich eine Grünfläche ungemäht, damit man sich mit der Pflanzenvielfalt auf einer Blumenwiese auseinandersetzen kann. Für reichlich Bienenweide ist auf dem möglichst natürlich gehaltenen Grundstück reichlich gesorgt.

Nach ersten Erfrischungen luden Elfriede Jandira Lenz und Emmerich Csanits zu einem spontanen Ständchen mit bekannten Evergreens, in mehreren Sprachen vorgetragen, ein.

Die gepflegte Hausmusik hatte auch einen professionellen Zuhörer, nämlich den Musiker und Komponisten Günther Schalk. Ihn interessierten auch die im Musikzimmer vorrätigen Instrumente, die er auf Qualität und Spieltauglichkeit untersuchte.

Der nimmermüde Gitarrist, der vor einigen Jahren die Formation „Coisa Linda“ gründete, hatte an diesem Tag ausnahmsweise eine Nebenrolle im Musikgeschehen… In den Pausen wurden Details eines Projektes von Günther Schalk besprochen, das bereits im Werden ist.

Schmuck- und Collagen-Künstlerin Helga Schalk beteiligte sich intensiv an den Gesprächen. Im Vorjahr schmückten ihre Bilder die Galerie im Haus, während ihre exquisiten Schmuck-Kunstwerke besonders bei den Damen auf große Begeisterung stießen.

Beschwingt von den schönen Melodien begab man sich zu einer zünftigen Jause im Wintergarten mit Uhudler und weiteren Produkten der Region. Die Themen beim Mahl hätten vielfältiger nicht sein können:

Nachhaltigkeit, Ökologie, die Kärntner Bürgerinitiative „Rettet den Mühlbach“, Psychologie, Gesundheit und Selbstheilung, Lichtgeschwindigkeit, Sein und Nichtsein, Telepathie, Hausbau, Kulturtermine, regionale Kulinarik, Archäologie, Geomantie, Reisen, Weltgeschehen und Weltanschauliches.

Es ergab sich eine spannende Diskussion, weil stark divergierende Standpunkte vertreten waren. Nach und nach füllte sich der Tisch mit Reise- und Forschungsberichten, weiteren Sachbüchern und Lyrikbänden.

Der angekündigte literarische Schwerpunkt der Veranstaltung – Lesungen zum Thema „Verbundenheit“ – verwirklichte sich zu vorgerückter Stunde. Vorgetragen wurden ein ganz neuer besinnlicher Text von Elfriede Jandira Lenz sowie kleine lyrische Werke von Gia Simetzberger und der preisgekrönten Kärntner Schriftstellerin Sieglinde Jank-Arrich.

Dabei versuchte sich Gia Simetzberger erstmals in Obergailtaler Mundart. Einige der  feinfühligen Gedichte und Erzählungen der Autorin Sieglidne Jank-Arrich sind in der Heimatsprache der gebürtigen Tröpolacherin verfasst.

Angeregt unterhielt sich die Runde. Lange nach Einbruch der Dunkelheit wurde noch ausgiebig geplauscht und diskutiert.

Das letzte Wort an diesem Abend hatte jedoch eine Grille, die sich in den Wintergarten verirrt hatte.